Su-25 Frogfoot

Suchoi — Sowjetunion / Russland — In Dienst seit 1981

Technische Daten

Besatzung 1
Länge 15,53 m
Spannweite 14,36 m
Leergewicht 9.500 kg
Höchstgeschwindigkeit 950 km/h
Einsatzradius 375 km
Bewaffnung 30-mm-GSch-30-2, bis 4.400 kg Waffenlast
Besonderheit Gepanzertes Cockpit (24 mm Titan), Erdkampfflugzeug

Betreiber an der Ostflanke

Land Stückzahl Status Anmerkung
Bulgarien ~14 (ausgemustert) Außer Dienst Letzte Exemplare 2023–2024 aus dem aktiven Dienst genommen.

Die Su-25 Frogfoot ist ein einstrahliges Erdkampfflugzeug, das die Sowjetunion als Gegenstück zur amerikanischen A-10 Thunderbolt II entwickelte. Mit einem gepanzerten Titan-Cockpit, redundanten Steuersystemen und der Fähigkeit, von unbefestigten Pisten zu operieren, war sie für die Nahluftunterstützung auf dem Gefechtsfeld konzipiert. Im Afghanistan-Krieg der Sowjetunion und in beiden Tschetschenienkriegen bewies die Su-25 ihre Robustheit — aber auch ihre Verwundbarkeit gegen moderne Flugabwehr.

bulgarien war der letzte NATO-Ostflankenstaat, der Su-25 im Bestand hatte. Die Maschinen wurden 2023–2024 aus dem aktiven Dienst genommen, nachdem weder Ersatzteile noch eine sinnvolle Modernisierung möglich waren. Die bulgarische Erdkampffähigkeit ist damit vorübergehend entfallen und wird erst mit der vollständigen Integration der F-16 Block 70 teilweise wiederhergestellt.

Im Kontext des Ukraine-Krieges hat die Su-25 auf russischer Seite eine Renaissance erlebt, allerdings unter hohen Verlusten: Die ukrainische Flugabwehr hat dutzende Su-25 abgeschossen. Dies unterstreicht die fundamentale Verwundbarkeit langsamer, ungepanzerter Tiefflugplattformen gegen moderne MANPADS und SHORAD-Systeme.

Bedeutung für die NATO-Ostflanke

Die bulgarische Su-25-Ausmusterung steht symbolisch für den letzten Akt der post-sowjetischen Transition an der Ostflanke. Die Fähigkeitslücke, die durch den Wegfall der Su-25 entsteht, ist für bulgarien kurzfristig schmerzhaft: Die bulgarischen Streitkräfte verfügen bis zum vollständigen Zulauf der F-16 Block 70 über keine dedizierte Erdkampffähigkeit. In einem Krisenfall am Schwarzen Meer wäre Bulgarien auf NATO-Verbündete angewiesen.

Zugleich zeigt der Ukraine-Krieg, dass die Erdkampfdoktrin der Su-25-Ära obsolet geworden ist. Präzisionsgelenkte Munition von höherer Flughöhe — wie sie die F-16 und F-35 liefern können — hat die bemannte Tiefflugrolle weitgehend ersetzt. Die Ausmusterung der Su-25 ist daher weniger ein Verlust als ein überfälliger Doktrinwechsel.

Häufig gestellte Fragen

Betreibt noch ein NATO-Staat die Su-25? Nein. Bulgarien war der letzte NATO-Betreiber und hat seine Su-25 2023–2024 aus dem Dienst genommen. Georgien und einige zentralasiatische Staaten betreiben das Muster noch.

Warum wurde die Su-25 ausgemustert? Fehlende Ersatzteile, russische Wartungsabhängigkeit und die operative Obsoleszenz des bemannten Tiefflugangriffs gegen moderne Flugabwehr machten einen Weiterbetrieb unhaltbar.