Technische Daten
| Reichweite | 75–200 km (je nach Variante) |
|---|---|
| Abfanghöhe | Bis 25 km |
| Radar | 30N6-Feuerleitradar |
| Abfangraketen | 5V55 / 48N6 |
Betreiber an der Ostflanke
| Land | Stückzahl | Status | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Bulgarien | 1 System | Wartung fraglich | Ersatzteile seit 2022 nicht mehr verfügbar. |
| Slowakei | 0 (an Ukraine abgegeben) | Transferiert | Eines der ersten S-300-Systeme, die an Kiew gingen (2022). |
Das S-300 ist ein sowjetisches strategisches Luftverteidigungssystem, das in der NATO-Ostflanke ein Erbe des Kalten Krieges darstellt. Die slowakei lieferte ihr einziges S-300PMU-System im April 2022 an die ukraine — einer der symbolträchtigsten Waffentransfers des Krieges. bulgarien betreibt noch ein System, dessen Einsatzfähigkeit jedoch fraglich ist, da russische Ersatzteile und Wartungsdienstleistungen seit 2022 nicht mehr verfügbar sind.
Die Abhängigkeit von russischer Wartung illustriert ein grundlegendes Problem postsowjetischer Streitkräfte: Wer russisches Gerät betreibt, bleibt operativ von Moskau abhängig — ein unhaltbarer Zustand für NATO-Mitglieder.
Bedeutung für die NATO-Ostflanke¶
Das S-300 ist ein Auslaufmodell an der Ostflanke. Bulgariens S-300 wird perspektivisch durch ein westliches System ersetzt werden müssen — NASAMS oder IRIS-T SLM sind Kandidaten. Der slowakische Transfer an die Ukraine setzte ein Signal, dass sowjetische Altbestände dem akuten Verteidigungsbedarf Kiews dienen können.
Häufig gestellte Fragen¶
Betreibt noch ein NATO-Mitglied das S-300? Nur Bulgarien besitzt formal noch ein S-300PMU-System, dessen Einsatzfähigkeit jedoch wegen fehlender russischer Ersatzteile fraglich ist.
Warum war die slowakische S-300-Lieferung an die Ukraine bedeutend? Es war eines der ersten strategischen Luftverteidigungssysteme, die die Ukraine erhielt. Die Slowakei erhielt im Gegenzug Patriot-Schutz durch Verbündete.