Technische Daten
| Besatzung | 3 + 8 Infanteristen |
|---|---|
| Gewicht | 44 t |
| Hauptwaffe | 30-mm-Lance-Turm |
| Höchstgeschwindigkeit | 65 km/h |
| Besonderheit | Modulares Kettenvehikel, aktives Schutzsystem optional |
Betreiber an der Ostflanke
| Land | Stückzahl | Status | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Ungarn | 218 bestellt | Lieferung laufend | Produktion im neuen Rheinmetall-Werk Zalaegerszeg. |
Der Lynx KF41 ist Rheinmetalls Antwort auf den wachsenden Markt für schwere Schützenpanzer. Mit 44 Tonnen ist er schwerer als die meisten Konkurrenten und bietet entsprechend hohen Schutz. Ungarn hat als Erstkunde 218 Exemplare bestellt, die teilweise im neuen Rheinmetall-Werk in Zalaegerszeg gefertigt werden — die erste Rheinmetall-Fahrzeugfabrik außerhalb Deutschlands.
Die ungarische Beschaffungsentscheidung folgt einer Strategie der industriellen Ansiedlung: Budapest verknüpft Rüstungskäufe mit der Schaffung lokaler Produktionskapazitäten, ähnlich wie polen mit dem K2PL-Programm.
Bedeutung für die NATO-Ostflanke¶
Der Lynx etabliert Rheinmetall als Fahrzeugproduzent in Ostmitteleuropa. Das Werk in Zalaegerszeg kann perspektivisch nicht nur Ungarn, sondern auch andere NATO-Mitglieder beliefern. Für die Ostflanke bedeutet dies eine Diversifizierung der Produktionsstandorte weg von Westdeutschland.
Häufig gestellte Fragen¶
Wo wird der Lynx KF41 produziert? Im Rheinmetall-Werk in Zalaegerszeg (Westungarn), das 2023 die Produktion aufnahm. Es ist die erste Rheinmetall-Fahrzeugfabrik außerhalb Deutschlands.
Wie vergleicht sich der Lynx mit dem Puma der Bundeswehr? Der Lynx ist ein Exportprodukt, der Puma das Bundeswehr-eigene System. Der Lynx ist mit 44t ähnlich schwer, aber als modulare Exportplattform konzipiert.