Technische Daten
| Reichweite | 500 km (9M723 ballistic) / 500+ km (9M728 cruise) |
|---|---|
| Lenkung | INS + GLONASS + optische Endphasenlenkung |
| CEP | 5–10 m |
| Gefechtskopf | 480 kg (konventionell oder nuklear) |
| Startplattform | TEL-Fahrzeug (MZKT-7930) |
| Besonderheit | Quasi-ballistisch, manövrierfähig im Endanflug |
Betreiber an der Ostflanke
| Land | Stückzahl | Status | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Russland | ~180 TEL (geschätzt) | Operativ | Stationiert in Kaliningrad, Westlicher Militärbezirk. |
Das Iskander-M-System ist die primäre ballistische Kurzstreckenrakete Russlands und eine direkte Bedrohung für die nato-ostflanke. Von Kaliningrad aus kann der Iskander jedes Ziel in den baltischen Staaten, Polen und Teilen Deutschlands erreichen. Die quasi-ballistische Flugbahn und die Endphasenmanöver erschweren die Abwehr erheblich.
In der ukraine wurde der Iskander massiv eingesetzt — gegen Militärinfrastruktur, Entscheidungszentren und zunehmend gegen zivile Ziele. Die Erfahrungen zeigen, dass nur Patriot PAC-3 MSE den Iskander zuverlässig abfangen kann.
Bedeutung für die NATO-Ostflanke¶
Der in Kaliningrad stationierte Iskander ist die unmittelbarste russische Bedrohung für die Ostflanke. Innerhalb von Minuten können NATO-Flugplätze, Häfen und Kommandostrukturen in den baltischen Staaten und Polen getroffen werden. Dies ist der zentrale Grund für Polens massive Patriot-Beschaffung.
Häufig gestellte Fragen¶
Wie weit reicht der Iskander-M? 500 km für die ballistische Variante, 500+ km für die Marschflugkörper-Variante (9M728). Von Kaliningrad erreicht er Berlin, Warschau und alle drei baltischen Hauptstädte.
Kann die NATO den Iskander abfangen? Patriot PAC-3 MSE hat in der Ukraine Iskander-Raketen abgefangen. Die quasi-ballistische Flugbahn und Endphasenmanöver machen die Abwehr jedoch anspruchsvoll.