Iskander-M (SS-26 Stone)

KBM (Konstruktionsbüro Maschinenbau) — Russland — In Dienst seit 2006

Technische Daten

Reichweite 500 km (9M723 ballistic) / 500+ km (9M728 cruise)
Lenkung INS + GLONASS + optische Endphasenlenkung
CEP 5–10 m
Gefechtskopf 480 kg (konventionell oder nuklear)
Startplattform TEL-Fahrzeug (MZKT-7930)
Besonderheit Quasi-ballistisch, manövrierfähig im Endanflug

Betreiber an der Ostflanke

Land Stückzahl Status Anmerkung
Russland ~180 TEL (geschätzt) Operativ Stationiert in Kaliningrad, Westlicher Militärbezirk.

Das Iskander-M-System ist die primäre ballistische Kurzstreckenrakete Russlands und eine direkte Bedrohung für die nato-ostflanke. Von Kaliningrad aus kann der Iskander jedes Ziel in den baltischen Staaten, Polen und Teilen Deutschlands erreichen. Die quasi-ballistische Flugbahn und die Endphasenmanöver erschweren die Abwehr erheblich.

In der ukraine wurde der Iskander massiv eingesetzt — gegen Militärinfrastruktur, Entscheidungszentren und zunehmend gegen zivile Ziele. Die Erfahrungen zeigen, dass nur Patriot PAC-3 MSE den Iskander zuverlässig abfangen kann.

Bedeutung für die NATO-Ostflanke

Der in Kaliningrad stationierte Iskander ist die unmittelbarste russische Bedrohung für die Ostflanke. Innerhalb von Minuten können NATO-Flugplätze, Häfen und Kommandostrukturen in den baltischen Staaten und Polen getroffen werden. Dies ist der zentrale Grund für Polens massive Patriot-Beschaffung.

Häufig gestellte Fragen

Wie weit reicht der Iskander-M? 500 km für die ballistische Variante, 500+ km für die Marschflugkörper-Variante (9M728). Von Kaliningrad erreicht er Berlin, Warschau und alle drei baltischen Hauptstädte.

Kann die NATO den Iskander abfangen? Patriot PAC-3 MSE hat in der Ukraine Iskander-Raketen abgefangen. Die quasi-ballistische Flugbahn und Endphasenmanöver machen die Abwehr jedoch anspruchsvoll.