CZ BREN 2

Česká zbrojovka (CZ Group) — Tschechien — In Dienst seit 2017

Technische Daten

Kaliber 5,56×45 mm / 7,62×39 mm NATO
Feuerrate 760–850 Schuss/min
Effektive Reichweite 500 m
Magazin 30 Schuss
Gewicht 3,09 kg (5,56-mm-Variante)
Besonderheit Wechsellauf-System für verschiedene Kaliber

Betreiber an der Ostflanke

Land Stückzahl Status Anmerkung
Tschechien Standardinfanteriewaffe Operativ Ersetzt den vz. 58. Vollständige Einführung bei den Streitkräften.
Ungarn Lizenzfertigung Einführung laufend Lizenzproduktion bei HM FÉG. Standard-Sturmgewehr der ungarischen Streitkräfte.
Slowakei Geplant Evaluation Kandidat als Nachfolger des vz. 58 in der Slowakei.

Das CZ BREN 2 ist ein modulares Sturmgewehr der Česká zbrojovka (CZ Group) aus tschechien und hat sich zum Exporterfolg der mitteleuropäischen Rüstungsindustrie entwickelt. Sein herausragendes Merkmal ist das Wechsellauf-System: Durch Austausch des Lauf-Oberbaus kann dasselbe Grundgewehr in den Kalibern 5,56×45 mm NATO und 7,62×39 mm konfiguriert werden — eine einzigartige Flexibilität, die es erlaubt, sowohl NATO-Standardmunition als auch erbeutete Ostblock-Munition zu verschießen.

tschechien hat das BREN 2 als Standardinfanteriewaffe eingeführt und damit den legendären vz. 58 — ein tschechoslowakisches Original aus dem Kalten Krieg — abgelöst. Ungarn fertigt das BREN 2 in Lizenz bei HM FÉG und führt es ebenfalls als Standard-Sturmgewehr ein. Die slowakei evaluiert das BREN 2 als potenziellen Nachfolger des eigenen vz. 58, was eine regionale Standardisierung in Mitteleuropa bedeuten könnte.

Mit nur 3,09 kg in der 5,56-mm-Variante ist das BREN 2 eines der leichtesten modernen Sturmgewehre. Die Ergonomie — ambidextrer Sicherungshebel, beidseitig betätigbare Magazinauslösung, durchgehende Picatinny-Schiene — entspricht den aktuellen NATO-Anforderungen. CZ hat zudem eine DMR-Variante in 7,62×51 mm NATO und eine Kompaktversion für Spezialkräfte entwickelt.

Bedeutung für die NATO-Ostflanke

Das CZ BREN 2 illustriert die wachsende Bedeutung der mitteleuropäischen Rüstungsindustrie an der Ostflanke. tschechiens Waffenindustrie — mit CZ Group als Flaggschiff — liefert Infanteriewaffen, die mit westeuropäischen und US-amerikanischen Produkten konkurrieren können. Die Lizenzfertigung in Ungarn und die mögliche Beschaffung durch die slowakei könnten einen regionalen Standard schaffen, der die Interoperabilität zwischen den Visegrád-Staaten an der Ostflanke stärkt.

Die Kalibervariabilität des BREN 2 hat im Kontext des Ukraine-Kriegs besondere Relevanz gewonnen: In einem Ostflanken-Szenario könnten Truppen theoretisch zwischen NATO-5,56-mm- und sowjetischer 7,62×39-mm-Munition wechseln — nützlich bei Munitionsengpässen oder beim Einsatz erbeuteter Bestände. Das polnische MSBS Grot und das tschechische BREN 2 bilden gemeinsam das Fundament einer eigenständigen ostmitteleuropäischen Infanteriebewaffnung.

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet das CZ BREN 2 vom Vorgänger BREN 805? Das BREN 2 ist leichter (3,09 vs. 3,58 kg), modularer und zuverlässiger. Das Wechsellauf-System wurde vereinfacht, und die Ergonomie wurde grundlegend überarbeitet. Es ist eine Neuentwicklung, kein reines Update.

Welche Ostflankenstaaten nutzen das CZ BREN 2? Tschechien (Standardwaffe), Ungarn (Lizenzproduktion als Standardwaffe) und perspektivisch die Slowakei (Evaluation). Damit könnte das BREN 2 das Standardgewehr dreier Ostflankenstaaten werden.

Kann das BREN 2 verschiedene Kaliber verschießen? Ja. Durch Austausch des Lauf-Oberbaus kann dasselbe Grundgewehr in 5,56×45 mm NATO und 7,62×39 mm konfiguriert werden. Zusätzlich gibt es eine DMR-Variante in 7,62×51 mm NATO.