155-mm-Artilleriemunition

Diverse (Rheinmetall, Nammo, BAE, Mesko, ROMARM u.a.) — NATO/multinational — In Dienst seit 1970er (NATO-Standard)

Technische Daten

Kaliber 155 mm (STANAG 4425)
Typen HE (Spreng), Smoke, Illumination, RAP, Excalibur (GPS-gelenkt)
Gewicht ~43 kg (HE-Granate)
Excalibur-Reichweite 40–60 km (GPS-gelenkt, CEP < 2 m)
NATO-Jahresproduktion ~2 Mio. Schuss (Ziel 2025)

Betreiber an der Ostflanke

Land Stückzahl Status Anmerkung
Alle NATO-Artillerienutzer Millionen Schuss jährlich Produktion wird massiv ausgebaut Kritischster Engpass im Ukraine-Krieg.

155-mm-Artilleriemunition ist die kritischste Verbrauchsgüterklasse der NATO. Der Ukraine-Krieg offenbarte eine strukturelle Unterversorgung: Die gesamte europäische NATO produzierte 2022 rund 300.000 Schuss pro Jahr — die ukraine verbrauchte zeitweise 7.000 Schuss täglich. Die NATO hat seitdem massive Kapazitätserweiterungen eingeleitet mit dem Ziel, 2 Millionen Schuss pro Jahr zu produzieren.

Die osteuropäischen Rüstungsindustrien spielen eine Schlüsselrolle: ROMARM in rumaenien, Mesko in polen und Fabriken in tschechien produzieren bereits in erhöhtem Tempo. Rheinmetalls neue Fabrik in Litauen soll ab 2026 zusätzlich 150.000 Schuss pro Jahr liefern.

Bedeutung für die NATO-Ostflanke

Ohne ausreichende 155mm-Munitionsbestände sind alle Artilleriesysteme an der Ostflanke — K9, Krab, PzH 2000, HIMARS mit GMLRS — nur leere Hüllen. Die Sicherstellung der Munitionsversorgung ist das fundamentale Logistikproblem der Ostflanke.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel 155mm-Munition produziert die NATO jährlich? 2022: ~300.000 Schuss. Ziel für 2025: 2 Millionen. Tatsächlich erreicht: annähernd, aber nicht vollständig. Die Ukraine allein verbraucht mehrere Hunderttausend Schuss monatlich.

Was kostet eine einzelne 155mm-Granate? Standard-HE: ~2.000–3.000 EUR. Excalibur GPS-gelenkt: ~100.000 EUR. Die Kosten variieren stark nach Typ und Beschaffungsvolumen.